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Facebook: Reichweite erhöhen mit #hashtags

11.02.20 14:24

Hashtags sind mit einer Raute (#=hash) gekennzeichnete Begriffe die innerhalb eines sozialen Netzwerkes verwendet werden, wenn man auf bestimmte Dinge hinweisen will oder nach bestimmten Dingen sucht, z.B.#jobsinberlin. Spätestens seitdem auch in der Politik fleißig getwittert wird, sind sie aus unserer Kommunikationskultur nicht mehr wegzudenken. Ob der Einsatz von Hashtags auch bei Facebook sinnvoll ist, wurde lange diskutiert. Einig sind sich Experten m/w/d darüber, dass sie dazu beitragen, Ihre Angebote einem breiteren Publikum bekannt zu machen, und zwar ohne dass zusätzlich in Facebook Werbung investiert werden muss. Und gerade in Zeiten des Fachkräftemangels können sie sehr gut als kostenlose Reichweitenverstärkung für Stellenangebote eingesetzt werden.

Welche Bedeutung haben Hashtags bei Facebook grundsätzlich

Das hängt von Ihrer Zielgruppe ab. Haben Sie es mit Menschen zu tun, die sich in sozialen Medien nicht auskennen, nehmen diese Ihre Hashtags gar nicht wahr und überspringen sie einfach. Sind aber Leute darunter, die oft in sozialen Medien wie Instagram oder Twitter unterwegs sind und gezielt ein Hashtag eingeben, wie z.B. #jobsberlin oder #jobpflege, wird ihnen Ihr Beitrag angezeigt.

Tatsache ist, dass man mit sinnvoll eingesetzten Hashtags nichts verkehrt macht, auch wenn sie vielleicht bei Twitter, wo sie von Anfang an üblich waren, eine größere Rolle spielen. Durch die Integration von Instagram, das inzwischen auch von vielen Menschen aus dem Gesundheitsbereich genutzt wird, sind Hashtags inzwischen aber vielen Usern auch auf Facebook geläufig.

Portal übergreifendes Marketing macht auch in sozialen Netzwerken Sinn und wird hier als Cross-Social-Platform-Marketing bezeichnet. Wenn Sie z.B. schon Hashtags in einer Kampagne auf Twitter oder Instagram verwenden, sollten Sie diese auch in Ihre Facebook Posts aufnehmen. So verfolgen Sie auf allen sozialen Kanälen eine konsistente und strategisch sinnvolle Reichweitenpolitik und betreiben eine plattformübergreifende Markenbildung.

Sofern die Fans Ihrer Arbeitgebermarke in verschiedenen sozialen Netzwerken folgen, können Sie mit ganz bestimmten Hashtags auch eine weitere Employerbranding Maßnahme umsetzen: indem Sie individuelle so genannte "Branding-Style-Hashtags" verwenden, geben Sie Ihrer  Arbeitgebermarke ein charakteristisches Profil. Hier machen auch Hashtags wie #miteinander oder #meinjobdeslebens einen Sinn. Sie sollten dann aber auch konsequent immer dort erscheinen, wo Sie Ihre Stellenangebote veröffentlichen. Neben Facebook Twitter und Instagram kann das z.B. auch LinkedIn sein.

Wie bei allen Maßnahmen im Personalmarketing geht es beim Einsatz von Hashtags zunächst darum, das Ziel festzusetzen. Wen wollen Sie erreichen und worüber, denken Sie, wird gesprochen bzw. welche Art von Diskussion möchten Sie mit einem bestimmten Begriff anstoßen? Wollen Sie bestimmte Jobs bewerben? Macht es vielleicht Sinn, dann den Ort - #berlin - mit zu erwähnen? Oder wollen Sie ein Event promoten, das unter einem bestimmten Label bei der Zielgruppe bekannt ist, z.B. #haupstadtkongress? Oder geht es darum, mit bestimmten Hashtags Ihre Arbeitgebermarke zu bewerben und Sie setzen kreative Branding-Style Hashtags ein? Eine Hashtag-Strategie sollten Sie in jedem Fall voranstellen. Zusätzlich gibt es noch ein paar andere Regeln, die Sie beachten sollten und die wir Ihnen im nächsten Abschnitt vorstellen.

Klasse oder Masse: Hashtags sinnvoll einsetzen

Inzwischen verwenden einige Unternehmen Hashtags geradezu verschwenderisch in Posts und manchmal auch in Stellenanzeigen. Das hat Vor- und Nachteile. Auch wenn Facebook selbst die Parole ausgibt, Hashtags eher sparsam zu verwenden, haben wir die Erfahrung gemacht, dass das Gegenteil der Fall ist. Je mehr Begriffe unter einem Post als Hashtag zu finden sind, desto größer ist - eigenlich logischerweise - die Wahrscheinlichkeit, dass jemand einen solchen Begriff in der Suchleiste eingibt und Ihr Post gefunden wird. So ist es z.B. auch bei Instagram, hier werden Hashtags regelrecht inflationär verwendet.

Sinnvoll ist es jedoch, wenn sie Begriffe verwenden, die für Ihre Zielgruppen sinnvoll sind. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie davon ausgehen können, dass nach solchen Begriffen gesucht wird. Im Bereich von Stellenanzeigen wäre das z.B. #gehalt, #weiterbildung oder #karriere. Indem sie diese Begriffe „taggen“, also mit der Raute kennzeichnen, fördern Sie die Konversation dazu im Netzwerk.

Manchmal macht es aber auch Sinn, Hashtags zu verwenden, nach denen auf den ersten Blick niemand suchen wird, wie z.B. #ichgebealles oder #miteinander. Solche als „Branding-Style-Hashtags“ bezeichnete Begriffskombis können allerdings zur Arbeitgebermarkenbildung beitragen, wenn sie gezielt und systematisch eingesetzt werden (s.o.).

Da Facebook für die verwendeten Hashtags eine eindeutige URL erstellt, weist man mit ihnen automatisch andere User auf eine Konversation hin. Auf diese Weise werden noch mehr Leute animiert, genau dieses Hashtag zu verwenden und relevantere Konversationen zu diesem Thema zu schaffen. Hashtags, die aber nicht aussagekräftig sind – z.B. #allestollhier - sollte man vermeiden (s.o.) und stattdessen Branchen relevante Hashtags erstellen, wie z.B. #intensivpflege oder #jobangebot.

Setzen Sie Ihre Hashtags nach Möglichkeit auch nicht in die Mitte eines Satzes. Dadurch wird die Funktionalität zwar nicht gestört, aber es behindert den Lesefluss und bringt keinerlei Vorteile. Im Gegenteil: manche User fragen sich vielleicht, was diese komischen Zeichen mitten im Text bedeuten sollen. 

 

 

Mit Hashtags die Reichweite erhöhen

Hashtags verbinden Ihre Inhalte, z.B. ein Stellenangebot oder einen Beitrag mit der Beschreibung einer Station, mit Personen, die über die gleiche Sache sprechen oder nach Informationen über diese Sache suchen. Wenn Sie also einen Artikel über Gehaltsverhandlung schreiben und das Hashtag #mehrGehalt verwenden, finden genau die User Ihre Beiträge, die nach dem Begriff #mehrGehalt gesucht haben. So können Sie Ihre bestehende Fan Community hinaus erweitern, ohne dass Sie in Werbung investieren müssen. Mit etwas Glück machen Sie damit neue Fans auf Ihre Angebote aufmerksam, die Ihre Seite sonst gar nicht gefunden hätten.

Die Verwendung branchenspezifischer Hashtags oder die Erstellung eigener Hashtags mit Begriffen, die Ihre Zielgruppe interessieren, können auch dazu führen, den so genannten EdgeRank* von Facebook zu durchbrechen und nach und nach Ihr ideales Publikum zu finden. Hier gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen.

*Der Edgerank kennzeichnet den gesamten Algorithmus, der für die Ermittlung der Anzeigereihenfolge und -häufigkeit der einzelnen Beiträge im Newsfeed eines Nutzers verantwortlich ist. Der EdgeRank kann für ein- und denselben Beitrag bei verschiedenen Usern unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen. Hier geht es im Großen und Ganzen um drei Kriterien: um die Affinität – also um das was der User normalerweise geliked hat, um die Gewichtung, die beschreibt, wie wichtig ein Post insgesamt über alle Nutzer hinweg ist und um die Aktualität. An dem Tag, als dieser Blogartikel entstanden ist, ging es um Auswirkungen der Wahlen in Thüringen. Posts zu diesem Thema haben in diesen Tagen eine hohe Aktualität und werden entsprechend oft ausgespielt. 

Der Hashtag Spaß- und Emotionsfaktor

Die Tatsache, dass immer öfter – wenngleich manchmal etwas planlos – Hashtags in Stellenanzeigen oder Posts verwendet werden, lenkt den Blick auf einen anderen Aspekt, der im Umfeld des Personalmarketing oft vernachlässigt wird. Hashtags können auch Spaß machen und sie sagen etwas über Emotionen aus. Wie das?

Nach und nach sind Hashtags von der reinen Verwendung bei Twitter in unsere Alltagskommunikation eingesickert. Diese Art, ohne viel Worte zu kommunizieren oder jemanden auf etwas hinzuweisen, kann tatsächlich auch Spaß machen und hat hier und da bereits Kultcharakter. Legendär sind einige Hashtag Kampagnen, die viral gegangen sind und eine ganz klar satirische Ausrichtung haben, wie z.B. #CareerEndingTwitterTypos oder #inappropriatefuneralsongs.  

Auch Hashtag-Backpacking ist eine Möglichkeit, Ihre Arbeitgebermarke mit populären Hashtags wie z.B. #happy oder #summer - dies sind zwei der 10 beliebtesten Instagram Hashtags - zu verknüpfen um damit die Sichtbarkeit und Reichweite zu erhöhen. Das sollte man aber nicht übertreiben.

Hashtags können aber auch Seismographen für die emotionale Stimmung in einer Community sein. Wenn Sie ein für Ihre Marke oder Veranstaltung spezifisches Hashtag haben – z.b. #jobblinddate, können Sie schnell überprüfen, was andere sagen, wenn sie dieses Hashtag verwenden. Dies kann Ihnen dabei helfen, positive, neutrale und/oder negative Stimmungen zu messen und den Einsatz von Hashtags entsprechend danach auszurichten.  

Wie teste ich den Erfolg meiner Hashtags?

Hashtags auf Facebook haben sich erst später als in anderen sozialen Netzwerken durchgesetzt. Eine Studie von EdgeRankChecker zeigt sogar, dass die Reichweite unter Umständen etwas abnimmt, wenn eine Seite Hashtags verwendet. Dies ist möglicherweise auch der Fall, wenn Hashtags falsch eingesetzt werden (s.o.).

Wie bei allen Studien und allgemeinen Empfehlungen sollten Sie aber Ihre eigenen Tests durchführen. So können Sie ganz einfach einen Selbstversuch starten indem Sie während einer Woche ein oder zwei relevante Hashtags in Ihre Beiträge einfügen. Posten Sie dann eine Woche später die gleiche Anzahl und Art von Beiträgen ohne Hashtags und vergleichen Sie danach Reichweite und Interaktion.

Eine weitere Möglichkeit ist die Suche über Facebook-Graphen. Hier muss jedoch zunächst die Spracheinstellung in Ihrem Account geändert werden. Wie Sie diese Suche aktivieren können erfahren Sie hier

Sie können Ihre Hashtags auch prüfen, indem Sie sie einfach in das Suchfenster von Facebook eingeben, um zu sehen, wie die aktuelle Konversation über ein bestimmtes Hashtag auf Facebook aussieht: 

Letztendlich helfen Tools wie hashtagify.me Ihnen dabei, andere trendige Hashtags zu finden, die mit Ihrem spezifischen Tag in Verbindung stehen, wobei mich dieses Ergebnis hier nicht wirklich überzeugt hat:

 

Do´s and Donts auf einen Blick

  • Platzierung der Hashtags am Ende des Fließtextes
  • Nicht zu viele Hashtags sondern die richtigen (bei Instagram sind derzeit 30 erlaubt)
  • Begriffe verwenden die Zielgruppen relevant sind
  • Branding-Style-Hashtags mit System einsetzen
  • Cross-Social-Platform-Branding gezielt einsetzen

 

Vorteile auf einen Blick

  • Kostenlose Reichweitenerhöhung für Ihre Stellenanzeigen
  • Verbesserung der Sichtbarkeit Ihrer Beiträge/Stellenanzeigen
  • Portalübergreifendes Personalmarketing mit Cross-Social-Platform-Branding
  • Employerbranding mit Branding-Style-Marketing Hashtags
  • Cross-Promotion von Webinaren oder Live-Veranstaltungen
  • Hashtags mit Kultfaktor für außergewöhnliches Kampagnenmarketing
  • Überprüfen der Reaktion auf bestimmte Hashtags in Ihrer Community
  • Erfolgsmessung mit einfachen Mitteln

Noch Fragen? Sprechen Sie uns gern an, wir beraten Sie in allen Fragen des Anzeigen gestützten Personalmarketing

Shortlink zum sharen des Beitrags:
Lesen Sie auch unseren Beitrag: Online-Anzeigen: So wird Ihre Stellenanzeige gefunden

Ulrike Röse-Maier

Mit fast 30 Jahren Erfahrung als Geschäftsführerin von Media Consult Maier + Partner GmbH ist Ulrike Röse-Maier zur Expertin für alle Themen rund ums Recruiting und Employer Branding im Gesundheitswesen geworden.

Im Blog berichtet sie über aktuelle Entwicklungen im Gesundheitsarbeitsmarkt. „Durch den Fachkräftemangel und durch die völlig veränderte Medienlandschaft werden Arbeitgeber vor neue Herausforderungen gestellt. Das erfordert nicht nur innovativere Formen des Personalmarketings als bisher, sondern wird auch die Entwicklung von Unternehmenskulturen nachhaltig beeinflussen. Die Ansprüche der Generation Z, New Work und Digitalisierung des Recruiting stehen daher ganz oben auf unserer Beratungsagenda.”

Ulrike Röse-Maier hat Politikwissenschaften, Personal-/Organisationsentwicklung und Wirtschaftspsychologie studiert, ist zertifizierte Gesundheitsökonomin und hat einen Masterabschluss im Bereich Human Resources Management. Von November 2011 bis Juni 2014 führte sie im Rahmen des E-Learning-Angebots der Quadriga Executive Education als Referentin für das Online-Studium „HR und Social Media Management” verschiedene Module zu Social Recruiting durch. In ihrer Studie „kiia – kulturell integrative integration ärztlicher Teams in Krankenhäusern“ gibt sie Handlungsempfehlungen für die Integrationsarbeit in interkuturellen Ärzteteams.
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Unser Mission Statement

Die Spannweite von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern über Pflegekräfte bis hin zu Ärztinnen und Ärzten ist groß. Unser für die Zielgruppen nutzenstiftendes Angebot ist:

„Das Gesundheitswesen ist ein ganzheitlicher Organismus. Alle Teile greifen ineinander. Wir sorgen dafür, dass die jeweilige Position mit dem passenden Menschen besetzt wird. Hierdurch erreichen wir die größtmögliche Zufriedenheit bei unseren Zielgruppen."