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QR Codes und Shortlinks in Stellenanzeigen

05.10.2017

Hype oder must have?

Seit etwa 2012 nutzen wir in Stellenanzeigen QR-Codes, diese kleinen viereckigen Pixelgrafiken, hinter denen sich ein Video, eine Landingpage oder der Online-Stellenmarkt des Anbieters verbergen kann.

Wir kamen damit dem Wunsch unserer Kunden nach, teure textlastige Printanzeigen durch smarte QR Code Anzeigen zu ersetzen, die in einem Teasertext nur noch die wichtigsten Angaben wie Jobtitel, Aufgaben und Ansprechpartner enthielten.

Interessierte Kandidaten/innen konnten den Code dann mit dem Smartphone scannen und die entsprechenden Informationen dahinter im Internet abrufen.

Doch wie stark werden QR Codes tatsächlich genutzt?

 

Über 90% aller User wissen heute zwar, was ein QR-Code ist, bei der Nutzung sieht es jedoch etwas anders aus. Aktuelle Statistiken aus Deutschland zeigen, dass knapp über 50 Mio. Menschen entweder gar kein Smartphone haben (9,25 Mio.) oder die Handyfunktion “scannen” nicht vorhanden, also keine Decoder App installiert ist (41,67 Mio.). 12 Mio. nutzen QR Codes selten, 5,7 Millionen immerhin gelegentlich und knapp 1 Million häufig. Viel ist das insgesamt nicht, allerdings liegt die gelegentliche oder gar häufige Nutzung bei den Millenials der Altersgruppen 18 – 35 Jahre deutlich über dem Durchschnitt der Bevölkerung.

Dass wir trotzdem mit unseren QR Code Anzeigen etwa gleich viele Bewerbungseingänge verzeichnen wie mit großen Anzeigen, kann mehrere Gründe haben:

  • Die Lese-/Perzeptionsgewohnheiten haben sich verändert. Viele Menschen reagieren heute viel stärker auf Bilder, Claims und Buttons als auf lange Texte.
  • Sehr textlastige Anzeigen werden mitunter als  Zumutung empfunden. Die Bereitschaft, den Ansprechpartner telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren ist möglicherweise größer, als wenn man sich erst durch große Textmengen durchquälen muss.
  • Interessierte Kandidaten/innen wissen i.d.R. welche Aufgaben sie in ihrer jeweiligen Berufsgruppe erwarten und müssen das nicht noch einmal in allen Einzelheiten aufgezählt bekommen. Teaseranzeigen machen aber neugierig und die Bereitschaft, zum Telefon zu greifen ist groß, wenn man eine gezielte Frage hat.

Warum es trotzdem Sinn macht, QR Codes mit weiterführenden Informationen in einer Anzeige zu platzieren

  • Dass ein QR-Code überhaupt vorhanden ist, weist darauf hin, dass der Arbeitgeber sich die Mühe gemacht hat weitere Informationen bereitzustellen und dies wertet das Angebot auf.
  • Ein QR Code hat zwar gemäß dem “Hype Zyklus” von Jackie Fenn den Gipfel der überzogenen Erwartungen überrundet. Er ist längst auf dem Plateau der Produktivität angekommen, aber er steht dennoch für einen selbstverständlichen Umgang des Arbeitgebers mit innovativer Technik  – im Zeitalter der vielbeschworenen Digitalisierung ein Muss. (auch eine Telefonnummer ist keine Innovation mehr, wird aber in vollständigen Signaturen immer angegeben)

Wir haben festgestellt dass es wichtig ist, weiterführende Informationen nicht alleine über einen QR Code, sondern zusätzlich über einen Shortlink bereitzustellen. Einen sprechenden Shortlink wie z.B. mcm.jobs/Guk (GuK = Gesundheits- und Krankenpflege) kann man sich leicht merken, man kann ihn auf dem Smartphone eingeben und ist vollkommen unabhängig von Decoder Apps. Ein weiterer Vorteil ist, dass man Shortlinks auch in Online-Anzeigen einbinden kann, was bei QR Codes eher unüblich ist.

Was man auch beachten sollte: dass die Seiten, auf die ein Shortlink oder ein QR Code führt, die richtigen Informationen enthalten. Wenn ein Bewerber erst mühsam durch den kompletten Online-Stellenmarkt navigieren muss, ist ein Abbruch vorprogrammiert.

Empfehlenswert ist es, direkt auf das Jobangebot, um das es geht, zu verlinken oder aber eine Landingpage bereitzustellen, auf der Bewerber/innen direkt und persönlich vom Ansprechpartner mit den relevanten Informationen „abgeholt“ werden. Zum Gesamtpaket sollte auch ein unkompliziertes, im Idealfall mobile-fähiges Bewerbungseingangssystem gehören: umständliche Uploads und zu viele Detailfragen können nämlich ebenfalls zum vorzeitigen Abbruch des Bewerbungsvorgangs führen.

Fazit: Anzeigen mit mehr Bild und weniger Text bringen gute Rückläufe, wenn man darauf achtet dass neben einem QR Code auch ein Shortlink implementiert ist und dass die Links auf wirklich relevante Informationen führen. Gebrandete Shortlinks für Ihr Unternehmen können Sie bei Ihren WebAdministoren erstellen lassen oder natürlich auch bei uns.

Für Fragen hierzu steht Ihnen unser Team unter +49 721 83147-0 gerne zur Verfügung.




By Mirjam Bachmann