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Bewerber/innen-Coaching

5 Schritte zu einer erfolgreichen Bewerbung


Schritt 1: Wie und wo finde ich am schnellsten den Job, den ich will?

Bevor man sich auf die Suche in einer der zahlreichen Jobbörsen begibt, die Wochenendausgabe einer regionalen Zeitung oder ein Fachblatt durchforstet, ist es ratsam, sich ein paar grundlegende Gedanken zu machen.

  • Arbeitsort: In welcher Region suche ich einen Job? Wäre ein Umzug denkbar für mich? 
  • Arbeitszeit: Möchte ich Vollzeit oder Teilzeit arbeiten? Kann und will ich in Schichten arbeiten und was mache ich ggf. in dieser Zeit mit meinen Kindern
  • Konditionen: Welche Anforderungen habe ich an meinen neuen Arbeitgeber/meine neue Stelle?

Diese Fragen im Vorfeld zu durchdenken, vereinfacht die folgende Suche. Wenn Sie nur in einer Region und in einem Radius von beispielsweise 10 km um Ihren Wohnort suchen, ist eine regionale Stellensuche meist zielführender als eine umständliche Suche in einer überregionalen Jobbörse. Vielleicht gibt es auch einen oder mehrere Wunscharbeitgeber, dann lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf deren Website.
In Deutschland gibt es über 800 aktive Online-Jobbörsen. Da fällt die Auswahl nicht leicht. Man kann allerdings die Jobbörsen, je nachdem was man sucht, gut eingrenzen. Hier ein erster Überblick, auch über die Fachpresse mit interessanten Stellenmärkten:

 Online-Jobbörsen Gesundheitsbranche Fachpresse

clinical-monitoring.de
doccheck.com

ergoxchange/ bzw ergotherapie.de
healthjob.net
jobcenter-medizin.de
jobmedicus.de
Jobvector
kliniken.de
kma-online.de
logojobs.de
medicaltopjobs.de
mydrg.de
physio.de
psychjob.de (Hogrefe Verlag)
psychologiejobs.de
sozialinfo.ch

Ärztezeitung
Das Krankenhaus
Deutsche Hebammenzeitschrift
Deutsches Ärzteblatt
Die Hebamme
Ergotherapie und Rehabilitation
Forum Logopädie
f+w Führen und wirtschaften im Krankenhaus
Heilberufe
Intensiv (Ztschr. f. Intensivpflege)
kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin
KU Gesundheitsmanagement
Marburger Bund Zeitung
MTA Dialog
Pflegezeitschrift
Schwester Pfleger

Allgemeine Online-Jobbörsen

Praktika/Jobs für Studenten

Careerbuilder.de
Experteer
D-Job.de
FAZjob.net
Jobbörse der Bundesagentur f. Arbeit
Jobmonitor.com
Jobpilot.de
Jobscout24.de
Jobware.de
Kalaydo
Locanto
Meinestadt.de
Monster.de
Stellenanzeigen.de
Stellenmarkt der Süddeutschen Zeitung
Stepstone.de

eUNi
unicum.de
praktika.de
praktikum.de
praktikum.info
praktikums-boerse.de
BigRed


Schritt 2: Die Bewerbungsmappe

Denken Sie in Ihrer gesamten Bewerbung an die Rechtschreibung und Interpunktion – die Bewerbung ist der erste Eindruck, den Sie hinterlassen – dieser sollte fehlerfrei sein! Beim Erstellen Ihrer Unterlagen achten Sie bitte darauf, dass derjenige, der Ihre Unterlagen das erste Mal in der Hand hat und Sie nicht kennt, sich schnell einen Eindruck von Ihnen und Ihrem Werdegang machen kann. Für aussagekräftige Bewerbungsunterlagen gibt es einige Dinge, die Sie unbedingt beachten müssen und einige Feinheiten, die Ihre Bewerbung von anderen abhebt.

Die Mappe
Bei der Auswahl der Mappe sollten Sie sich bereits mit Ihrem möglichen künftigen Arbeitgeber auseinandersetzen. Ist es ein konservatives oder innovatives Unternehmen? Je nachdem ist eine dezente oder moderne Mappe sinnvoll. Sie müssen auf jeden Fall nicht das Teuerste vom Teuren nehmen − die Mappe sollte unbenutzt, solide und sauber sein. Grundsätzlich gilt, dass schlichte, klassische Mappen von Personalern bevorzugt werden. Die Farben sollten daher gedeckt sein, es sei denn, Sie bewerben sich im Kreativ-Bereich. Egal ob Sie eine Klarsichtmappe oder eine dreiseitig aufklappbare Kartonmappe nehmen, sie sollte nicht von Ihrer Bewerbung ablenken. Sie bildet nur den äußeren Rahmen. Der goldene Mittelweg ist eine zweiseitige Mappe mit oder ohne durchsichtigem Mappendeckel.
Nicht mehr zeitgemäß ist es, jedes Dokument in eine Klarsichthülle zu stecken. Gerade in großen Unternehmen werden Unterlagen oftmals eingescannt und intern weitergeleitet. Hier kosten Klarsichthüllen nur unnötig Zeit und das Material ist verschwendet. Ebenso tabu sind Bindungen und Schnellhefter und verwenden Sie bitte Standardmaße.

Das Papier
Es muss kein Papier mit Wasserzeichen sein, allerdings ist 80 g/m²-Papier empfehlenswert – es ist griffiger und lässt sich leichter blättern. Achten Sie bitte darauf, sauberes und knickfreies Papier zu verwenden und falls Sie Raucher sind – verkneifen Sie sich das Rauchen, während Sie Ihre Bewerbungsmappe zusammenstellen – jeder Nichtraucher würde es riechen und es könnte Ihnen negativ ausgelegt werden.

Deckblatt − ja oder nein?
Hier scheiden sich die Geister. Rein optisch ist ein Deckblatt ansprechend und kann neugierig auf die Bewerbung machen. Allerdings ist es formal nicht notwendig und daher von dem einen oder anderen Personalentscheider weniger geschätzt, da der Blick nicht gleich "frei" ist und Zeit raubt. Das Deckblatt ist also ein individueller Ausdruck Ihrer Bewerbung und sie persönlich müssen hinter Ihrer Bewerbung stehen. Finden Sie ein Deckblatt zu pompös oder empfinden Sie es als störend, lassen Sie es weg!

Das Anschreiben
Bevor Sie den ersten Satz schreiben, lesen Sie sich die Anzeige, auf die Sie sich bewerben, genau durch – was sucht Ihr künftiger Arbeitgeber? Gehen Sie darauf ein, was Sie persönlich für diese Position qualifiziert und motiviert. Schreiben Sie mit Herzblut und zeigen Sie Ihrem Gegenüber Ihre Motivation und Ihr Engagement. Vermeiden Sie Standardformulierungen, die der Personalentscheider einige hundert Mal am Tag lesen muss. Das Anschreiben ist der schwerste Teil der Bewerbung. Lassen Sie sich daher Zeit für das Anschreiben – es lohnt sich.

DosDon'ts

• Anschreiben auf die Bewerbungsmappe legen
• individuelles Eingehen auf das Unternehmen
• Darstellung der eigenen Motivation
• Argumentationslinie aufbauen
• Eintrittstermin und Gehaltswunsch angeben (falls in der Ausschreibung gefordert)
• Korrekturleser suchen, Lebenslauf und Anschreiben müssen fehlerfrei sein

• inkorrekte Schreibweise des Unternehmens und des Ansprechpartners
• Länge von einer DIN A 4-Seite überschreiten
• „Serienbriefcharakter“
• lange Schachtelsätze

Das Bewerbungsfoto
Verwenden Sie ein aktuelles Foto. Tabu sind Automaten- oder Urlaubsfotos. Wenn Sie ein Bild beim Fotografen machen lassen, dann berichten Sie ihm, für welche Position Sie sich bewerben. Erfahrene Fotografen können Ihnen
gute Tipps zu Ihrem Outfit,  Ihrer Haltung, dem Hintergrund etc. geben. Das Foto sollte Sie so darstellen, wie Sie sich auch bei Ihrem künftigen Arbeitgeber persönlich vorstellen würden.

Der Lebenslauf
Nur in sehr seltenen Fällen werden heute noch handschriftliche Lebensläufe erwartet und wenn, dann wird dies ausdrücklich in der Stellenanzeige angefordert. Ansonsten verfassen Sie immer einen mit dem Computer erstellten, tabellarischen Lebenslauf, der gut strukturiert und übersichtlich ist, damit Ihr zukünftiger Arbeitgeber sich rasch einen Überblick über Ihren Werdegang verschaffen kann. Geben Sie dem Leser eine Orientierungshilfe durch eine strukturelle Gestaltung Ihres Lebenslaufes (z.B. durch horizontale oder vertikale Linien).
Zum Aufbau:
• Bitte kleben Sie das Foto sorgfältig in Ihren Lebenslauf ein – nicht tackern oder mit einer Büroklammer befestigen – denken Sie daran, das Foto ist Ihre Visitenkarte – gehen Sie pfleglich mit ihm um.
•  Persönliche Daten (Name, Geburtsdatum, Ort, Familienstand)
• Beruflicher Werdegang (Aktuelle Tätigkeit zuerst, dann chronologisch rückwärts, zu jeder Anstellung ca. 5 Tätigkeitsschwerpunkte anführen)
• Ausbildung/ Studium
• Schulausbildung (bitte nur die weiterführenden Schulen, keine Grundschulen)
•  Weiterbildungen
• EDV und Sprachkenntnisse
•  Ehrenamtliches oder soziales Engagement
•  ggf. Hobbies

Die „dritte Seite“
Die sogenannte „dritte Seite“ einer Bewerbung ist eine Möglichkeit sich individuell zu äußern. Hier kann man „über mich“, „zu meiner Motivation“, oder „Was Sie über mich wissen sollten“ schreiben. Bitte fassen Sie sich aber kurz – der Personalentscheider hat nicht viel Zeit. Ähnlich wie bei dem Deckblatt sollten Sie die „dritte Seite“ nur verwenden, wenn Sie davon überzeugt sind und auch etwas zu sagen haben. Die „dritte Seite“ kann, wenn sie inhaltlich interessant ist, Ihre Motivation und Ihr Engagement unterstreichen.

Zeugnisse
Die Zeugnisse sollten ordentlich kopiert oder gescannt  sein und chronologisch sortiert werden: Das aktuellste obenauf.

Online oder per Post
Ob Sie Ihre Bewerbung online oder per Post abschicken, hängt davon ab, was in der Stellenanzeige gefordert wird. Wenn hier ausdrücklich eine bestimmte Form gewünscht ist, dann sollten Sie sich an die Vorgaben halten.
Falls es nicht klar ersichtlich ist, können Sie sich telefonisch erkundigen, an wen Sie die Bewerbung schicken sollen (natürlich nur, falls kein Ansprechpartner genannt sein sollte) und in welcher Form. Wenn Sie sich einen Ansprechpartner geben lassen, dann bitte mit Vor- und Nachnamen und bei großen Unternehmen auch die entsprechende Abteilungsbezeichnung.
Bei der Online-Bewerbung achten Sie bitte ebenso sorgfältig auf die korrekte Anrede und Form. Das Anschreiben kann direkt in die E-Mail eingefügt werden, sodass es nicht zusätzlich als Dokument angehängt werden muss. Der Lebenslauf sollte als erstes Dokument erscheinen. Die Zeugnisse, Arbeitsproben etc. sollten bereits in einem
Dokument zusammengefügt sein. Dies gilt auch für das Foto – dieses sollte immer in den Lebenslauf eingefügt sein und nicht separat versendet werden. Oder noch besser: Erstellen Sie Ihre gesamte Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf mit Bild, ausgewählte Zeugnisse) als ein einziges PDF-Dokument. So präsentieren Sie sich auf eine Weise, die dem Personalentscheider möglichst wenig Arbeit macht.
Die Beschriftung Ihrer E-Mail-Anlage(n) muss eindeutig sein, z.B. Bewerbung als Medienkaufmann_Max Mustermann.pdf, Lebenslauf_M.Mustermann.pdf oder Zeugnisse_M.Mustermann.pdf. Ihre E-Mail sollte eine Dateigröße von 4 bis max. 5 MB nicht überschreiben, da bestimmte Server größere Dateien gar nicht zulassen. Nutzen Sie Programme, um die Dateien zu konvertieren, damit die sich die Dateigröße verringert. Senden Sie Ihre Anlagen niemals als zip-Dateien. Dies verursacht beim Personalentscheider nur Arbeit und kostet ihn Zeit.
Bitte vergewissern Sie sich vor Absenden der Mail, dass Ihr Computer virenfrei ist. Achten Sie darauf, dass Sie keine Makros verwenden. Dateien mit Makros werden sehr häufig schon durch die Firewall eines Unternehmens abgewiesen oder gelöscht.

Schritt 3: Zeitlicher Ablauf

In der Regel sollten Sie spätestens zwei Wochen nach Absenden der Bewerbung eine Eingangsbestätigung erhalten. Bei einer Online-Bewerbung ist der Zeitraum kürzer, zumal viele Unternehmen inzwischen sog. Auto-Responder einsetzen, die eine automatische Eingangsbestätigung senden. Falls Sie keine Eingangsbestätigung
erhalten, fragen Sie höflich telefonisch nach. Wenn Sie nach weiteren ca. 4-6 Wochen keine Nachricht von dem Unternehmen erhalten haben sollten, können Sie telefonisch oder per E-Mail nach dem Stand Ihrer Bewerbung fragen. Vermeiden Sie allerdings zu viele Anrufe (nicht mehr als zwei), dies kann zu penetrant wirken. Haben Sie Geduld – Bewerbungsverfahren können sich je nach Position, die besetzt werden soll, bis zu 6 Monaten hinziehen.

Schritt 4: Das Bewerbungsgespräch

Vorbereitung
Das Vorstellungsgespräch dient beiden Seiten sich gegenseitig kennen zu lernen und zu prüfen, ob man zueinander passt. Wichtig ist, dass Sie sich gut über das Unternehmen informieren. Studieren Sie die Website des Unternehmens und suchen Sie im Web, in der Fachliteratur und in der Tagespresse nach weiteren Informationen und aktuellen Meldungen. Eine weitere Möglichkeit bietet das Bewertungsportal Kununu: Hier bewerten Mitarbeiter Ihren Arbeitgeber. Dies kann für den Gesamteindruck interessant sein. Sie sollten sich mindestens ein bis zwei Fragen notieren, die sich nicht klären lassen oder die Sie näher erklärt haben möchten.  Wenn Sie zu Beginn des Vorstellungsgespräches nämlich gefragt werden, ob Sie Fragen haben, möchte der Personaler Fragen zum Unternehmen hören und keine Fragen zu den Verdienstmöglichkeiten oder gar zum Urlaub! Diese Fragen sollten erst geklärt werden, wenn es zum Vertragsgespräch kommt. Zeigen Sie mit Ihren Fragen Interesse am Unternehmen und an der Position.
Seien Sie auf schwierige Fragen vorbereitet, z.B. „Warum sind Sie der/die Richtige für diese Position?“, „Wo wollen Sie in fünf Jahren stehen?“, „Was sind Ihre Ziele in unserem Unternehmen?“, „Wo liegen Ihre Schwächen?“, „Was ist Ihr bisher größter Erfolg?“. Denken Sie daran, sich positiv darzustellen und Ihre Stärken hervorzuheben – trauen Sie sich, sich von Ihrer besten Seite zu zeigen - aber lügen Sie nicht. Machen Sie sich vor dem Gespräch Gedanken zu Ihren positiven Seiten. Sie sollten in der Lage sein, Ihren Lebenslauf wörtlich wiederzugeben und erklären zu können – üben Sie dies gegebenenfalls, damit Sie, wenn Sie im Gespräch nervös sind, nicht unsicher werden.
Planen Sie genügend Zeit ein, damit Sie stressfrei und rechtzeitig zum Unternehmen kommen. Melden Sie sich dann freundlich und höflich am Empfang an. Ein absolutes No-Go ist Handyklingeln während des Vorstellungsgesprächs: unbedingt vor Betreten des Unternehmens ausschalten.
Outfit

Bei der Kleidung geht es darum, den guten Eindruck, den Ihre Bewerbung hinterlassen hat, fortzusetzen. Dazu gehört, dass sie sich dezent kleiden. Vermeiden Sie grelle Farben, wilde Muster und intensive Parfüms oder Aftershaves und an die Raucher unter Ihnen – es fällt sicher schwer, vor einem Bewerbungsgespräch nicht zu rauchen, nur rechnen Sie damit, dass Sie auf einen Nichtraucher stoßen ... Die Kleidung sollte gepflegt und ordentlich sein und ihrem Typ entsprechen. Je nachdem wo Sie sich bewerben ist ein Hemd mit Krawatte für die Herren und für die Damen ein Kostüm/Hosenanzug sinnvoll. In jedem Fall wichtig – tragen Sie nichts, in dem Sie sich unwohl fühlen. Wenn Sie nie einen Anzug oder ein Kostüm tragen, dann ziehen Sie eine Stoffhose/Rock mit einem entsprechenden Oberteil vor. A und O ist eine gepflegte Erscheinung, gepflegte Haare, dezentes Make-up, nicht zu viel Schmuck, saubere Schuhe usw.
Körpersprache
Im und vor dem Gespräch werden Sie nervös sein und das ist normal. Sie werden vermutlich auf Ihren Gesprächspartner kurz warten müssen.Setzen Sie sich bequem hin und atmen Sie ruhig durch. Wenn Ihr Gesprächspartner kommt, stehen Sie bitte auf und begrüßen Sie ihn. Nennen Sie Ihren Namen, halten Sie Blickkontakt und machen Sie ein freundliches Gesicht. Setzten Sie sich nach Ihrem Gesprächspartner und sitzen Sie aufrecht, das erleichtert Ihnen eine gute Atmung und Ihre Stimme wird kräftiger. Falls Sie etwas zu Trinken angeboten bekommen, nehmen Sie dies dankend an. Halten Sie Augenkontakt, seinen Sie höflich und vergessen Sie nicht ab und zu zu lächeln. Nutzen Sie Ihre Körpersprache um Ihrem Gesprächspartner Interesse zu signalisieren. Hören Sie aktiv zu, indem Sie z.B. nicken. Sitzen Sie in einer offenen Sitzhaltung: die Arme nicht verschränken, Hände ggf. auf den Tisch, Körper zum Gesprächspartner gerichtet. Seien Sie sich bewusst – Sie sitzen nicht in einem Verhör, sondern in einem Gespräch, in dem sich beide Seiten kennen lernen möchten
Gehaltsverhandlung
Hier sollten Sie sich ebenfalls gut vorbereiten. Zum einen recherchieren Sie beispielsweise nach dem Tarif des jeweiligen Unternehmens und informieren Sie sich im Vorfeld über branchenübliche Gehälter und Löhne.
Darüber hinaus sollten Sie gute Argumente über Ihre Branchen- & Fachkenntnisse parat haben, damit Sie in dieser wichtigen Verhandlung nicht unsicher werden. Wenn die Frage nach Ihrem Gehaltswunsch kommt, haben Sie ein realistisches Jahresgehalt kalkuliert, welches Sie erklären können (z.B. Sonderzulagen, Schichtzulagen, 13. Monatsgehalt ...) – nennen Sie keine Gehaltsspannen – Sie werden immer auf Ihr niedrigstes Angebot festgelegt. Sie werden nun von Ihrem Gesprächspartner ein Gegenangebot erhalten. Falls dies für Sie akzeptabel und es nicht unrealistisch weit von Ihren Vorstellungen entfernt ist, können Sie es annehmen mit der Option Ihren Gehaltswunsch nach der Probezeit zu erreichen. Dies sollte dann auch im Arbeitsvertrag fixiert werden. Bleiben Sie realistisch und wägen Sie ab, was Sie aufgrund Ihrer Qualifikation und sonstigen Stärken verlangen können.
Reisekosten
Wenn Ihnen bei weiterer Entfernung höhere Reisekosten entstehen, sollten Sie im Vorfeld klären, wie und im welchem Umfang das Unternehmen die Reisekosten trägt. In der Regel bezahlen Unternehmen ein Bahnticket der 2. Klasse. Bei niedrigeren Beträgen oder nach einer Anstellung sollten Sie abwägen, ob Sie eine Reisekostenabrechnung machen oder bei Ihrer nächsten Steuererklärung diese als Webekosten absetzen. Falls Sie arbeitslos sind, übernimmt die ARGE in der Regel die Reisekosten und kann Ihnen hierzu weitere Auskünfte erteilen.

 

Schritt 5: Der Arbeitsvertrag

Wenn Sie den Arbeitsvertrag zur Unterschrift erhalten, sollten Sie alle Angaben prüfen: Stimmen Ihre persönlichen Daten, die Gehaltsvereinbarung, das Eintrittsdatum etc. Schauen Sie, ob alle Vereinbarungen, wie besprochen, fixiert sind. Da an einem Arbeitsvertrag unter Umständen verschiedene Abteilungen arbeiten, muss dies keine böse Absicht sein, sondern kann auf einen Kommunikationsfehler zurückgehen – also sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem neuen Arbeitgeber. Darüber hinaus sollten Sie schauen, ob ein und welcher Tarifvertrag Anwendung findet und diesen ebenfalls durchlesen.
Diese Punkte sollten in einem Arbeitsvertrag auf jeden Fall geregelt sein:
•  Name und Anschrift der Vertragsparteien, bei Tochterfirmen auch Anschrift des Hauptunternehmens
•  Beginn des Arbeitsverhältnisses
•  Dauer des Arbeitsverhältnisses, bei befristeten Verträgen auch der Grund der Befristung
•  Arbeitsort und Einsatzort, letzteres gilt für Arbeitnehmer mit wechselnden Einsatzorten
•  Tätigkeitsbezeichnung und -beschreibung
•  Zusammensetzung, Höhe und Fälligkeit des Gehaltes / Lohns, auch inklusive aller möglichen Zuschläge
•  die vereinbarte Arbeitszeit und Stundenanzahl
•  Urlaubsanspruch
•  Kündigungsfristen
•  ggf. Hinweise auf Tarifverträge oder sonstige Betriebs- und Dienstvereinbarungen


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